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Retour de Quebec – Faits du Meme bois - Aus dem selben Holz geschnitzt

Schaufensterausstellung vom 7.7.2019 bis März 2020

Seit 2007 wird in Saint-Jean-Port-Joli alle zwei Jahre die Biennale de Sculpture veranstaltet. Neben Veranstaltungen zum Thema Bildhauerei werden dazu kanadische Bildhauer gemeinsam mit nichtkanadischen Künstlern drei Wochen lang eingeladen, um dann jeweils in Zweierpaaren zusammen ein Kunstprojekt zu entwickeln.

Saint-Jean-Port-Joli liegt am Südufer des Saint Lawrence Stroms und befindet sich etwa 100 Kilometer entfernt von Quebec Richtung Meer. Hier befand sich bis vor einigen Jahren eine mittlerweile nach Quebec verlegte Schnitz- und Bildhauerschule - die Biennale will diese künstlerische Tradition auch weiterhin in Saint-Jean-Port-Joli lebendig halten.

Angeregt von einem gemeinsamen Konzept der Künstler Michel Saulnier und Johannes Bierling wurden 2018 sieben Bildhauer nach Kanada eingeladen, die alle einen Teil ihrer handwerklichen und künstlerischen Ausbildung auf der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer und Schnitzer in Oberammergau absolviert hatten.

Die Schriftstellerin Catherine Bierling hat das Projekt mit einem Blog begleitet. www.cathauquebec.canalblog.com

 

 Bildunterschriften:

THIS and THAT Heike Schäfer, Ché Bourgault 2018 Alu, bemaltes Sperrholz auf Schwimmplatform | alu, painted plywood on floating platform ca. 365 x 235 cm | 12 x 8 ft La Biennale de Sculpture | Saint-Jean-Port-Joli, Quebec

Gruppenbild der Künstler

 

 

Der schwarze Tod - Seuchen, Angst und Glaube

13.4. bis 3.11.2019

„Es hat auf der Welt genauso viele Pestepidemien gegeben wie Kriege. Und doch treffen Pest und Krieg die Menschen immer unvorbereitet.“ (Albert Camus, Die Pest)

Vom Ausbruch großer Seuchen wird bereits in der Bibel berichtet, die Pest war über Jahrhunderte eine der schlimmsten Seuchen der Menschheit. Die Epidemien und Pandemien dieser Krankheit haben über Jahrhunderte den Lauf der Geschichte beeinflusst.

Die Pest hat heute ihren Schrecken für uns verloren, auch wenn sie noch immer nicht ganz besiegt ist, so gibt es z.B. in Madagaskar jedes Jahr Pesttote. Dennoch verbinden auch wir mit dem "Schwarzen Tod" mythische Bilder des Schreckens und unserer eigenen Urängste: Leiden, Verzweiflung, ein einsames qualvolles Sterben, Massengräber, die Auflösung moralischer und gesellschaftlicher Strukturen, das Versagen von Regierungen und Behörden. Zum einen kennen wir dies aus der Literatur - Boccaccios Dekameron oder Albert Camus´ Roman die Pest seien hier genannt, ebenso aber aus der bildenden Kunst - Albrecht Dürers Apokalyptische Reiter oder auch Altäre mit Sebastians- und Rochus-Darstellungen in vielen Kirchen und Kapellen unserer unmittelbaren Umgebung. Nicht zuletzt erinnern Bräuche und Rituale wie der Schäfflertanz, der dieses Jahr wieder stattgefunden hat, an Zeiten, als diese Seuche als Geißel Gottes gefürchtet war.

Mit einem Pestgelübde beginnt auch die Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele im Dreißigjährigen Krieg 1633. Im Jahr vor den nächsten Passionsspielen 2020 geht die Ausstellung der Frage nach, welche Strategien die Menschen im Mittelalter und der frühen Neuzeit entwickelt haben, um im Alltag mit den existentiellen Ängsten vor Leid, Verlust und Tod zu leben.

Die Exponate von privaten Leihgebern und aus dem Diözesanmuseum Freising wie ein Pestsarg, Amulette und Darstellungen von Pestheiligen verbildlichen die damaligen Erfahrungen und den daraus resultierenden Umgang mit Pest, Angst und Glaube.

 

Bildunterschriften

1) Larve, geschnitzt und gefasst, Oberammergau 1. Hälfte 19. Jh., Leihgabe privat

2) Barockes Tödlein, 16. Jh., Diözesanmuseum Freising

3) Rosenkranz, Ende 17. Jh., Salzburg, Steinbockhorn, Diözesanmuseum Freising

 

 Den Flyer zur aktuellen Ausstellung finden Sie hier

 

 

 

Kräuterpädagogische Führung

Was wissen Sie über die Pest? Woher kam sie, wie bekämpfte man sie und welche Rolle spielten damals der Aberglaube und die Pflanzenwelt.

Dauer 1,5 - 2 Stunden, Kosten pro Person € 10,- 

Termine:
Mittwoch, 12. Juni, 19. Juni, 10. Juli, 17. Juli, 31. Juli, 14. August 2019, jeweils um 14 Uhr 


Treffpunkt: Ammergauer Haus, Eugen-Papst-Straße 9a


Anmeldung bis zum Vortag, 18 Uhr unter: 08822-6174 oder 4176

Martin Unruh, Kräuterpädagoge
Ettaler Strasse 32, 82487 Oberammergau (Extraführungen gerne auf Anfrage)

 
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